Die Künstler und Ihre Musik in den Südstaaten

Südstaaten Musik 1

Bekannt sind die Südstaaten vor allem für ihre große Leidenschaft zur Musik, nicht umsonst ist hier die Wiege des Country, Jazz, Southern Soul und Rock'n'Roll. Auch der Blues und Gospel sind im Old South entstanden. Südstaatlicher Gospel und Rhythm'n'Blues entpuppten sich als perfekte Mischung für den typischen Southern Soul mit populären Künstlern wie Otis Redding und Wilson Pickett. Der Gospel wurde insbesondere durch die afroamerikanischen Einwohner und Sklaven geprägt, und war gekennzeichnet durch spirituelle Gesänge mit Jazz- und Blues-Elementen. Damals wie heute ist New Orleans für Jazz und Blues sehr berühmt, während Tennessee mit Memphis die Hochburg des Soul und Blues und Nashville ein wichtiges Zentrum der Country-Musik ist. Man könnte die Südstaaten - den American South - sogar als Schmiede der Musiklegenden bezeichnen, denn hier haben internationale Größen wie der "King of Rock'n'Roll" Elvis Presley oder Johnny Cash ihre Karriere begonnen.

Künstler und Musik der Südstaaten

Musikrichtungen wie der "Dirty South", "Dixieland Jazz" und "Southern Rock" erhielten ihren Namen direkt nach den Südstaaten. Charakteristisch für die Südstaaten ist zudem der "Bluegrass", der eine Spielart der Country-Musik ist. Der "Dixieland Jazz" entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den Südstaaten aus dem New Orleans Jazz heraus. Bei "Dirty South" oder auch "Southern Rap" und "Down South", handelt es sich um eine Art Hip-Hop. Gleichzeitig wird damit der Südstaaten Hip-Hop bezeichnet. Der Southern Rock ist wie man vielleicht vermuten mag, eine Unterart des Country- Rock. Zu den berühmtesten Vertretern zählen u. a. ZZ Top und Lynyrd Skynyrd.

Georgia ist heute bekannt für die Dance- und Hiphop-Szene. Auch berühmte Musiker wie Elton John und Jimmi Hendrix waren schon in der Hauptstadt Georgias, Atlanta, beheimatet. REM und B-52' brachte Athens hervor und Stars wie James Brown und Little Richard kamen aus Macon. Vor allem das "Savannah Music Festival" bildet einen aufregenden Kontrast, denn hier trifft Klassik auf Blues und Country, das ein wahres Feuerwerk der Musik verspricht.

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Louisiana ist der Geburtsort des Jazz und Heimat einer ganz besonderen Musikstadt: New Orleans. Der hiesige Musikmix ist vor allem der kulturellen Vielfalt der Briten, Spanier, Franzosen und Afro-Kariben zu verdanken. Bekannt ist New Orleans dafür, dass eigentlich an jeder Ecke Live-Musik gespielt wird. Fröhlich, beschwingt und unbeschwert, so zeigt sich New Orleans seinen Besuchern.

Mississippi hingegen ist bekannt für den Blues, aber auch Rock'n'Roll, Country und Bluegrass Musik sind hier sehr berühmt. Für Fans des "King of Rock'n'Roll" sollte ein Abstecher nach Tupelo in einem Südstaaten Urlaub unbedingt auf dem Programm stehen, denn hier wurde Elvis Presley geboren. Zugleich ist Tupelo eine Station des "Mississippi Country Music Trail". Clarksdale war und ist die Hochburg des Blues. Entlang des "Mississippi Blues Trail" kann man Erinnerungen an alte Südstaaten Blueslegenden wach werden lassen.

In Tennessee haben Gospel, Country und Bluegrass Musik ihre Wurzeln. Hier sollte man unbedingt das "Stax Museum of American Soul Music" besuchen oder in der Beale Street feinsten Blues-Klängen lauschen. Tolle Südstaaten Musikevents finden in Tennessee das ganze Jahr über statt, wie beispielsweise das berühmte "Woodstock Festival" oder Nashvilles "CMA Music Festival". Nicht versäumen sollte man das Elvis-Anwesen "Graceland" sowie die großartige "Country Music Hall of Fame" in Nashville. Fantastisches Entertainment ist ebenfalls in "Dollywood" garantiert.

Die Musik der Südstaaten 4

Alabama präsentiert sich als Gesamtwerk der Südstaaten Musik, denn hier trifft alles aufeinander. Am Strand warten soulige Sounds und in den Musikkneipen wird eine flotte Sohle aufs Parkett gelegt. Wer möchte kann Florence einen Besuch abstatten. Sie ist die Heimat des Vater des Blues: W.C. Handy. Mindestens genauso interessant ist ein Besuch im Musikstudio "FAME", das schon zahlreiche Superstars hervorgebracht hat. In Montgomery im "Hank Williams Museum", erfährt man zudem mehr zum Country-King.

South Carolina ist besonders für ihre Hafenstadt Charleston bekannt und den gleichnamigen Gesellschaftstanz, der hier im 20. Jahrhundert entstand. Zudem stammen aus South Carolina auch die Tanzart "Big Apple" und eine Vielzahl renommierter Musiker des Rock, R&B, Blues, Bluegrass und der Country-Musik.

North Carolina zeichnet vor allem die reiche Tradition zur sogenannten "Old-Time Music" aus. Diese ist eine Art Folkmusik und wird auch "Hillbilly" genannt, dem Vorläufer der später entstandenen Country-Musik. Weiterhin ist North Carolina für Gospel Musik und den "Piedmont Blues" bekannt und war Heimat vieler bekannter Jazz Musiker.

Diese Tatsachen rechtfertigen auch die Bezeichnung als "musikalischen Süden". Trotz dass die Südstaaten in ihrer Landschaft und Kultur viele Facetten und Unterschiede aufweisen, so ist die musikalische Hingabe doch die hauptsächliche Gemeinsamkeit.